Home | Sitemap

  
Kooperationen und Genossenschaften Erfolgreiche Gründungen Ideen und Konzepte Beratung und Kontakt Aktuelles und Termine
 
Aktuelles & Termine
Die interaktive CD

Bestellen Sie hier die interaktive CD "Genossenschaften Gründen"

"Mehr als Einkaufsgenossenschaft"

Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstand der „Genogyn Rheinland“, über die vielfältigen Vorteile einer Genossenschaft für Fachärzte


Herr Dr. Klinghammer, mit welchem Ziel ist die GenoGyn Rheinland 1997 gegründet worden?
Dr. Klinghammer:
Die rund 50 Gynäkologen, die sich vor elf Jahren zur GenoGyn Rheinland zusammengeschlossen haben, wollen gemeinsam stärker sein als allein. Primäres Ziel war
dabei die Senkung der Praxiskosten. Bei allen Dingen, die wir für unsere tägliche Arbeit brauchen, lassen sich mit dem Handel Mengenrabatte vereinbaren. Das fängt beim Hygienetuch an und hört beim Ultraschallgerät auf. Wir sind jedoch schnell viel mehr als eine Einkaufs-
genossenschaft geworden. Andere tragende Säulen kamen hinzu.

Dr. Jürgen Klinghammer

Welche Säulen sind das?
Dr. Klinghammer: Da hätten wir zunächst die Aus- und Fortbildung unserer Mitglieder. In Workshops und Seminaren können sich die Ärzte in ihrem Fach, der Gynäkologie, genauso weiterbilden, wie in Bereichen, die sie an der Uni noch nicht kennengelernt haben. Nehmen Sie zum Beispiel das mittlerweile hochkomplexe Abrechnungsverfahren mit den Krankenkassen. Ein ungeschulter Arzt verschenkt hier oft zehn bis fünfzehn Prozent seiner tatsächlichen Leistung durch Abrechungsfehler. Hier sind Fortbildungen also sehr sinnvoll. Auch Praxismanagement und Mitarbeiterführung will gelernt sein.

Kann die Genossenschaft dieses Angebot selbst erbringen?
Dr. Klinghammer: Natürlich können die erfahrenen Kollegen den Jüngeren unter die Arme greifen. Durch fest eingerichtete Qualitätszirkel, die alle sechs bis acht Wochen zusammenkommen, haben wir diesen Wissensaustausch sozusagen institutionalisiert. Zudem bieten meine Vorstandskollegen und ich eine kostenlose Mitgliederberatung am Telefon an. Wir greifen aber selbstverständlich auch auf externe Fachleute zurück, die zu speziellen Themen referieren. Finanziert wird das mit Unterstützung unserer Partner aus der Pharmaindustrie und eines jährlichen Mitgliederbeitrages.

Auf Ihrer Homepage findet man außer Pharmaunternehmen noch andere Partner.
Welchen Zweck haben diese Partnerschaften?
Dr. Klinghammer: Wir wollen unseren Mitgliedern so viele Vorteile wie möglich bieten. Deshalb handeln wir Sonderkonditionen bei Firmen und Dienstleistern aus. Steuerberatungskanzleien und Anwälte gehören genauso dazu wie Autovermietungen und Webdesigner. Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht Mitglied bei uns zu sein.

Gibt es auch Kooperationen mit anderen Genossenschaften?
Dr. Klinghammer: Ja, wir haben eine Kooperation mit der genossenschaftlichen Ärzte- und Apothekerbank in Düsseldorf. Eine weitere Kooperation, allerdings auf fachlicher Ebene, gibt es mit dem Bund der Urologen eG. Aufgrund von ähnlichen Krankheitsbildern, wie beispielsweise Harninkontinenz, ist der Austausch hier sehr sinnvoll. Zudem können einzelne Verträge mit den Krankenkassen gemeinsam ausgehandelt werden.

Welche Vorteile haben Ihre Patienten von der Genossenschaft?
Dr. Klinghammer: Wenn die Gynäkologen von ihrer Genossenschaft profitieren, profitieren auch auf die Patienten. Denn eine gut geführte und wirtschaftlich gesunde Praxis kommt natürlich in erster Linie den Patienten zu Gute. Außerdem wären viele Angebote an unsere Patienten, ohne die Genossenschaft für den einzelnen Arzt nicht darstellbar.                                                                                     Stefan Legge

GenoGyn Rheinland
Die 495 Mitglieder der GenoGyn Rheinland – Ärztliche Genossenschaft für die Praxis und für medizinische Dienstleistungen eG sind am Mittel- und am Niederrhein zu Hause. Von Koblenz bis Mönchengladbach haben sich niedergelassene Gynäkologen der Genossenschaft angeschlossen.
Bilanzsumme der eG betrug im Jahr 2007 330.000 Euro.

Quelle: Genossenschaftsblatt für Rheinland und Westfalen 4/2008

 


16. Mai 2012
Burggrumbach will genossenschaftliches Nahwärmedorf werden
14. Mai 2012
Reichenbacher wollen genossenschaftliches Nahwärmenetz
09. Mai 2012
Baden-Württembergisches Gussenstadt will Bioenergiedorf werden
07. Mai 2012
Genossenschaft für den Betrieb eines Nahwärmenetzes in St. Märgen gegründet