| Angesichts des Klimawandels sind im vergangenen Jahr die Investitionen in den Sektor der erneuerbaren Energien rasant gestiegen. Vor allem die Solarenergie verbucht – laut UN-Jahresbericht – enorme Zuwachsraten. Seit 2004 betrug das durchschnittliche jährliche Wachstum im Solarsektor 254 Prozent. Bei regenerativen Energien – speziell der Solarenergie – kann man derzeit von einer echten Goldgräberstimmung sprechen. |

RVB Bürgersonnenpark Jümme-Uplengen-Wiesmoor eG
|
Wenn man vom Klimawandel spricht, denkt man zunächst an „globale Erwärmung“, „internationale Klimagipfel“ und „weltweit gestiegene CO2-Emissionen“. Das Umweltbundesamt hat Anfang des Jahres neue Ergebnisse zu regionalen Klimaänderungen präsentiert und nochmals deutlich bekräftigt: „Der Klimawandel ist keine ferne Zukunft mehr, er findet bereits statt – weltweit, in Europa und auch in Deutschland".
Unter dem Motto „Global denken – lokal Handeln“ möchte die Raiffeisen-Volksbank eG, Aurich (RVB) ihrer Verantwortung gegenüber der Region Ostfriesland und den dort lebenden Menschen gerecht werden. Aus Sicht der RVB sind Investitionen in erneuerbare Energien – neben Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Erhöhung der Energieeffizienz – die einzig richtige Antwort auf steigende Energiepreise.
Dass die genossenschaftlichen Grundprinzipien „Selbsthilfe“, „Selbstverwaltung“ und „Selbstverantwortung“ aktueller und moderner denn je sind, beweisen die drei Neugründungen von Photovoltaik-Genossenschaften, die von der RVB initiiert und begleitet wurden. Namentlich sind dies die:
RVB Bürgersonnenpark Aurich eG
RVB Bürgersonnenpark Jümme-Uplengen-Wiesmoor eG
RVB Bürgersonnenpark Friedeburg-Wittmund eG
Zielsetzung der RVB Bürgersonnenparks ist es, Dachflächen von Kommunen, Gewerbetreibenden und Privatpersonen anzupachten und diese mit Photovoltaikanlagen zu bestücken. Der auf diese Weise gewonnene Strom wird in das Netz der EWE eingespeist, hierfür erhält die Genossenschaft eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Die durch die Stromerzeugung erzielten Gewinne sollen den Mitgliedern der Genossenschaft – also den Bürgerinnen und Bürgern –
zufließen.
Dass es darum geht, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an diesen Genossenschaften zu beteiligen, wird bereits an dem Namensbestandteil „RVB Bürgersonnenpark“ deutlich. Bei einem Blick in die Satzungen kann man erkennen, dass mit einer Beteiligungsmöglichkeit zwischen 1.000 und 10.000 Euro auch die gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen dem Anspruch einer Bürgergenossenschaft gerecht werden.
Erster Ansprechpartner für die RVB Bürgersonnenparks waren insbesondere auch die Kommunen, die bei allen drei Gründungen nennenswerte Dachflächen zur Verfügung gestellt haben und auch in der Außenwirkung ein deutliches Signal zur Förderung regenerativer Energien gesendet haben.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die RVB mit der Gründung der RVB Bürgersonnenparks den Nerv der Zeit getroffen hat. Dies belegen eindrucksvoll die zahlreichen Interessenten, die sich aufgrund der Öffentlichkeitsarbeit der RVB Bürgersonnenparks gemeldet haben. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit sind einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Die RVB möchte durch die neu gegründeten Genossenschaften die oben zitierte Goldgräberstimmung nutzen, um auf der einen Seite den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen zu fördern und auf der anderen Seite ihrer regionalen Verantwortung gerecht zu werden.
André Kasten
Hinweis zu obigem Bild:
Johannes Willms (Vorstandsmitglied), Wiard Voß (Aufsichtsratsvorsitzender), Alfred Meyer (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), André Kasten (Vorstandsmitglied), hartwig Aden (Aufsichtsratsmitglied) v. l. n. r.
|