In Erkelenz produziert die erste Bürgersolaranlage schon nach vier Wochen Strom
Weg frei für Sonnenschein
Erkelenz. In vier Wochen war das Geld für die erste Anlage zusammen: 45 Mitglieder hatte die Erkelenzer „Sonnenschein eG“ da bereits und 144 Anteile verkauft. Auf dem von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellten Dach der Luise-Hensel-Schule produziert die mittlerweile aufgestellte erste Bürgersolaranlage sauberen Strom. Die örtliche Presse lobte die nachahmenswerte Idee, die zügigen Beschlüsse und die sofortige Umsetzung.
Bürgersolaranlage in Erkelenz
Die Volksbank Erkelenz-Hückelhoven-Wegberg, die Stadt Erkelenz und das Unternehmen PSM (Natur Power Services & Management) hatten das Projekt angestoßen. Seitdem kann sich jeder Bürger, der in Erkelenz lebt und arbeitet, mit einer Mindesteinlage von 200 Euro an der neu gegründeten Genossenschaft beteiligen. Vor allem Privatpersonen nutzten die Gelegenheit zur Investition. „Sie soll an erster Stelle klimafreundlich Energie erzeugen, aber auch die voraussichtliche Dividende von 4,5 Prozent ist bei einer Laufzeit von 20 Jahren für die Mitglieder attraktiv“, so Volksbank-Vorstand Josef Brück. Als nächstes wird die Sonnenschein-Genossenschaft das Dach der Franziskus-Schule mit Solarmodulen bestücken. Das erste Geld dafür ist schon zusammengekommen. Insgesamt sollen beide Anlagen 58.000 Kilowattstunden im Jahr produzieren. Das entspricht dem Verbrauch von 17 durchschnittlichen Haushalten. Ralf Bröker
(Erschienen in GB 6/2008)
16. Mai 2012
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