Sendenhorst/Albersloh - Die Atomkraftwerke werden abgeknipst, oder sind es bereits. Fukushima hat blankes Entsetzen ausgelöst. Und Tschernobyl steckt immer noch in den Knochen. Die Menschen suchen nach Alternativen für die Energie-Gewinnung. Und finden sie, zum Beispiel in Sendenhorst. „Das Interesse an unserer Geschäftsidee ist unwahrscheinlich groß“, sagt Bernhard Borgmann, Vorstandssprecher der genossenschaftlich organisierten Gesellschaft „Bürger-Energie Sendenhorst & Albersloh“. Die Genossenschaft wird wegen ihre etwas struppigen Namens kurz „BESA“ genannt.
Der Vorstand hat die Ärmels aufgekrempelt. Der frühere Bankdirektor Borgmann ist voll in seinem Element. „Ich fange jetzt wieder an“, sagt er.
Zwei bis drei Monate hatten er und sein Team eingeplant, um das „Offizielle“ zu erledigen. Aber bereits nach gut vier Wochen ist das Thema (fast) durch.
Das Prüfungsverfahren des Geschäftsmodells, in Neudeutsch „Businessplan“ genannt, und der Wirtschaftlichkeit sei abgeschlossen. Und das mit einem positiven Ergebnis, erklärt Borgmann bei der ersten kleinen Bilanz-Vorstellung. Das erforderliche Gutachten als Voraussetzung für die juristische Eintragung in das Genossenschaftsregister sei erstellt und liege vor. „Die Zulassung zum Prüfungsverband ist erteilt“, fügt Borgmann an. Und: Die Anmeldung des Unternehmens zum Genossenschaftsregister beim zuständigen Amtsgericht in Münster sei vollzogen. Mithin: „Wir können mit der Geschäftstätigkeit beginnen.“
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