Das soll es werden: Ein Laden von den Deinbachern für die Deinbacher. Ein Treffpunkt für Alt und Jung. Eine Quelle für das Wir-Gefühl im Stadtteil. „Wir sind auf einem guten Weg“, versichert Stadt- und Ortschaftsrat Elmar Hägele, der nun auch Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft ist. Diese wirbt derzeit um Mitglieder, damit im Herbst 2012 der Dorfladen in der Ortsmitte starten kann.
Schwäbisch Gmünd. Richard Arnold ist auf jeden Fall dabei. Während der Oberbürgermeister in seinem Amtszimmer im Gmünder Rathaus den Aufnahmeantrag unterschreibt und damit einen Genossenschaftsanteil erwirbt, erzählt Ortsvorsteher Gerhard Maier vom Projekt und seiner Geschichte: Einst Schulhaus, später Bezirksamt, sollte das markante Gebäude mitten in Großdeinbach eigentlich an einen privaten Investor verkauft werden. Zwei akzeptable Angebote seien der Stadt auch vorgelegen, macht Maier deutlich.
Doch nun kommt alles anders: Einerseits sei den Bürgern im Ort erst bewusst geworden, was sie mit diesem Gebäude wirklich aufgeben. „Einige haben einst sogar noch beim Bau geholfen.“ Andererseits sei vom Oberbürgermeister der Impuls gekommen, dort für die Menschen etwas zu machen. Einen Dorfladen mit Kaffee-Ecke. Vor Begeisterung unterschreibt bei diesen Worten Richard Arnold seinen Antrag gleich doppelt – und schwärmt, als er das neue Formular ausfüllt, vom Miteinander aller an diesem Projekt Beteiligten: Der Gemeinde- und der Ortschaftsrat hätten die Chance erkannt und genutzt; ebenso der Bauausschuss bei der VGW; die Großdeinbacher mit dem Ortsvorsteher an der Spitze ließen sich motivieren. Eine Umfrage mit hohem Rücklauf offenbart nicht nur die Wünsche für das Sortiment. „Es gibt auch eine Bereitschaft, beim Dorfladen mitzuarbeiten und vor allem regelmäßig dort einzukaufen, wenn die Waren das Preisniveau von Edeka oder Rewe erreichen“, versichert Anton Beisswenger.
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