FÜRTH - Viele Tante-Emma-Läden haben im Wettbewerb mit Supermärkten nicht überlebt. Jetzt hat in Vach ausgerechnet so ein altmodisch anmutender Laden aufgemacht. Mitten im Ort gibt es wieder vieles, wofür man seit Jahren extra zum Discounter fahren musste. Toilettenpapier, Salz, die Fischstäbchen für die Kinder. Wer im Ortskern von Vach lebt, hat in den vergangenen Jahren den Einkaufszettel besser sorgfältig geschrieben, um nur nichts zu vergessen. Denn seit der letzte Lebensmittelladen zugemacht hat, konnten die Vacher beim Bäcker und beim Metzger zwar noch Nudeln und Milch und neuerdings im Blumenladen Gemüse besorgen, für alles andere aber musste man ins Auto oder in den Bus steigen. Gerade für ältere Menschen wurde das Leben beschwerlicher.
Nun können sie sich das Busticket sparen, wenn sie bereit sind, für Lebensmittel ein paar Cent mehr zu bezahlen. Gabriele Hahn und mittlerweile 17 Mitstreiter haben am Vacher Markt 7 die Idee von einem genossenschaftlich organisierten Dorfladen (wir berichteten) verwirklicht; jeder steuerte 100 Euro bei, auch von der Awo kam Geld. Seit 1. September sind die Regale gefüllt: Zahnpasta, Seife und Waschmittel, Öl, Essig und Gewürze, Mehl und Milch, Chips und Kekse — es sind Selbstverständlichkeiten, die in Vach fehlten.
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