Gaildorf. Ideengeber Alexander Schechner stellte in der Gründungsversammlung der Bürgergenossenschaft Naturstromspeicher Gaildorf das Projekt noch einmal vor. Nächster Schritt wird nun der Bürgerentscheid sein.
Schechner orientierte sich in seiner Darstellung des Projekts an den Ausführungen der Bürgerversammlung vom 1. Dezember (wir berichteten). Dabei hob er vor allem auf den wirtschaftlichen Aspekt ab - und hier gezielt auf die Vermarktungsstrategie. Mit verschiedenen Modellen zeigte Alexander Schechner auf, wie sich die Rendite in den nächsten Jahren entwickeln könnte, auch was die Anteile an Eigen- und Fremdkapital anbelangt.
Im Idealfall, wovon er ausgeht, ist der Naturstromspeicher in 25 Jahren bezahlt, das Kapital stehe dann wieder bereit und eine solide Rendite - geschätzte sechs bis zehn Prozent - wurde erwirtschaftet. Damit können die vier Windräder ersetzt und das Pumpspeicherwerk überholt werden. Der Kapitalbedarf betrage dann aber nur noch 50 Prozent vom Neupreis, Gaildorf könne dann weitere 25 Jahre mit Strom versorgt werden, die Rentabilität werde das Doppelte betragen, so die Prognosen Schechners.
Der Stuttgarter Rechtsanwalt Friedrich Schöbitz, Fachmann für Genossenschaftsrecht, stellte das organisatorische Konstrukt für eine Bürgerbeteiligung vor. Die vorgesehene Satzung der Genossenschaft "Naturstromspeicher Gaildorf" entspreche der Mustersatzung für Genossenschaften. Bevor die Eintragung ins Genossenschaftsregister erfolgt, werde das neue Mitglied vom Genossenschaftsverband überprüft. Die Satzung sei praktisch das Grundgesetz eines wirtschaftlichen Vereins und müsse bestimmte Merkmale aufweisen.
So sind Name, Zweck und Organisation geregelt. Demzufolge wird die Genossenschaft "Naturstromspeicher Gaildorf e.G." heißen, der Sitz werde in Gaildorf sein und die Mitgliedschaft regional begrenzt. Dies bedeutet, dass nur Mitglied werden kann, wer im Landkreis Schwäbisch Hall oder in einem der angrenzenden Kreise wohnt. Die Einlage ist auf 500 Euro festgelegt, es können maximal 100 Anteile erworben werden. Damit soll gewährleistet werden, dass wirklich die Last und damit das Sagen auf viele Schultern verteilt wird.
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