Wenn es im zentralen Stadtgebiet noch Quartiere gibt, die nicht durch überzogene Mieten völlig yuppisiert sind, dann gehört ganz klar das Karoviertel dazu. Es ist seit Jahren als Sanierungsgebiet geschützt. Doch diese Bindung läuft bald aus.
Die Stadt will das quirlige alternative Viertel 2013 an die SAGA geben. Jetzt hat sich eine Genossenschaft gegründet, um das zu verhindern. Sie will das Karoviertel in Eigenregie übernehmen und für dauerhaft bezahlbare Mieten sorgen.
Dass sich gerade im Karoviertel eine Genossenschaft gründet, um selbstbestimmt Häuser zu verwalten, das wundert kaum. Denn das Quartier ist bekannt für seine alternative Lebensart. Nirgends sonst gibt es so viele Wohnprojekte auf engstem Raum. Nirgends sonst in der Stadt würden bei einer Wahl CDU und FDP selbst mit zusammengelegten Stimmen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
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