Haren - Noch, so die Verantwortlichen, arbeite man an den Details, doch der Anfang ist gemacht. Zahlreiche Reedereien, Makler, Befrachter und Schiffsgesellschaften auch von der Ems schließen sich jetzt zu Genossenschaften zusammen - nach Angaben der Beteiligten zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der deutschen Seeschifffahrt. Der Druck der Krise macht`s möglich, könnte man sagen. Vermutlich hat die Krise der vergangenen Jahre die enge Kooperation der Konkurrenten sogar unumgänglich gemacht.
Am Donnerstag präsentierte sich im emsländischen Haren die European Minibulk e. G. - ein Zusammenschluss mit jetzt schon 102 Mitgliedern aus Deutschland und den Niederlanden. Hinter ihnen steht eine Flotte von 90 kleineren Schüttgutfrachtern, die in Europa im Einsatz ist.
Nahezu zeitgleich habe man noch einen Zusammenschluss von Firmen aus der Taufe gehoben, deren Geschäft um kleinere Containerschiffe kreist, teilte der Genossenschaftsverband Weser-Ems mit. Es gehe um 200 Schiffe, die je bis zu 1400 Container transportieren können.
Im Grunde folgen die Kooperationen einem einfachen Motto: Gemeinsam ist man stark - und Stärke ist wichtig auf Märkten, die spätestens seit 2008 von niedrigen Frachtraten, steigenden Kosten sowie mehr oder weniger geduldigen Banken bestimmt werden.
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