Bendorf - Mit geringem Kapitaleinsatz einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten - in Bendorf soll das fortan für jedermann möglich sein. Denn: Am Donnerstag gründet sich die für alle Bürger offene Genossenschaft "Neue Energie Bendorf", der vor allem die Förderung der erneuerbaren Energien in der Stadt am Herzen liegt.
Die Idee zur Gründung einer solchen Energiegenossenschaft hatte der Bendorfer Frank Simonis. Als Familienvater wollte er angesichts des Klimawandels umdenken und - wie er auf RZ-Anfrage betont - in die Zukunft seiner Kinder investieren. Eine Fotovoltaikanlage auf dem eigenen Dach kam für den Diplomwirtschaftsmathematiker nicht in Frage, da es nicht ideal ausgerichtet ist. "Zudem sind die Kosten für Privatpersonen nicht unerheblich", sagt Simonis.
Nach dem schweren Nuklearunfall in der japanischen Provinz Fukushima und der dadurch entfachten Debatte über den Atomausstieg hierzulande begann Simonis, seine Idee, gemeinsam mit weiteren Interessierten in erneuerbare Energien zu investieren, intensiver voranzutreiben. Die aus seiner Sicht dafür am besten geeignete Rechtsform fand er in der Genossenschaft. "Eine Genossenschaft hat den Vorteil, dass auch Lieschen Müller sich mit einem geringen Betrag beteiligen kann", sagt Simonis, der sich aber auch über die Beteiligung von Bendorfer Unternehmen freuen würde.
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