Sehr erfolgreich lief am Freitagabend die Gründung der Energiegenossenschaft „Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Energie Biebelried“. Über 80 Interessierte konnte Versammlungsleiterin Bürgermeisterin Renate Zirndt im Kaltensondheimer Feuerwehrhaus begrüßen, von denen 58 als Gründungsmitglieder der Genossenschaft beitraten.
In einer kurzen Einführung machte Zirndt noch einmal den Hintergrund für die Gründung dieser Bürgergenossenschaft deutlich: Mit dem Abzug der Amerikaner hat auch die Gemeinde Biebelried eine sogenannte Konversionsfläche. Insgesamt sind es über 50 Hektar Brachland, die bis vor wenigen Jahren von den US-Streitkräften am westlichen Rand des Waldgebiets Klinge genutzt wurden. Diese Fläche liegt zwar auf Kaltensondheimer Gemarkung, ist aber im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima. Die Entscheidung über die Nutzung der Fläche liegt zwar im Ermessen der Gemeinde, sie hat die Hoheit über die Bauleitplanung, die Eigentumsverhältnisse werden aber von der BIMA geregelt.
Laut einem Gemeinderatsbeschluss will die Gemeinde die Fläche für regenerative Energien genutzt wissen. Der Investor muss ein energetisches und steuerliches Konzept zugunsten der Gemeinde entwickeln. Zudem müssen die Bürger die Möglichkeit erhalten, sich über eine „demokratische Rechtsform“, zum Beispiel eine Genossenschaft, an dem Projekt beteiligen zu können.
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