Arzfeld. Alle Bürger der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld sollen die Möglichkeit haben, vom anstehenden Ausbau der Windenergie finanziell zu profitieren. "Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben", sagt Bürgermeister Andreas Kruppert. Bislang verdienen vor allem Grundstücksbesitzer, wenn sie ihre Flächen an die Windenergiebetreiber verpachten. Die Einnahmen aus dem Betrieb der Anlagen fließen in die Kassen der Firmen, die in den meisten Fällen nicht aus der Region kommen.
Um das zu ändern, soll eine neue Energiegenossenschaft gegründet werden, möglicherweise als Teil der bereits existierenden "Islek-Energie AöR", die selbst in neue Windräder investiert und die Gewinne verteilt. Die Bürger, aber auch die Ortsgemeinden, könnten dann Anteile an dieser Genossenschaft erwerben und somit von den Einnahmen profitieren. Es sei wichtig, dass diejenigen, die täglich mit den Beeinträchtigungen leben müssten, auch profitieren könnten, sagt Kruppert. Bundesweit seien in den vergangenen fünf Jahren 300 solcher Genossenschaften gegründet worden. Auch in Prüm stehen die Umsetzung der Energiewende und ein "Solidarpakt Windkraft" auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Verbandsgemeinderats am Dienstag, 14. Februar.
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